Streusalzfreies Köln!

Grade bei den aktuellen Temperaturen müssen Gehwege und Straßen immer wieder von Schnee und Eis befreit werden. Dabei wird noch immer oft Streusalz verwendet, obwohl den Meisten die Umweltfolgen größtenteils bewusst sind. Daher heißt es laut Straßenreinigungsregelung in Köln:

Straßenreinigungssatzung: § 5 … Falls es glatt wird, muss auch gestreut werden. Salz oder andere auftauende Stoffe sind zum Schutz des Grundwassers nur erlaubt bei besonderen klimatischen Ausnahmefällen wie z.B. Eisregen oder/und an gefährlichen Stellen wie Treppen, Rampen, Brückenauf- und -abgängen und abschüssigen oder steilen Wegen.

Diese strenge Regelung ist sehr wichtig für die Umwelt, da das Salz sowohl Pflanzen, Tiere als auch Gebäude stark angreift bzw. schädigt. In vielen Städten Deutschlands besteht sogar ein allgemeines Streusalzverbot. In den letzten Jahren wurden in Deutschland trotzdem durchschnittlich jährlich 1,5 Millionen Tonnen Tausalz gestreut.

Streusalz schädigt besonders Bäume, welche am Straßenrand stehen. Über ihre Wurzeln nehmen sie die teilweise verschmutzten Salze auf. Über Sickerwasser konzertiert sich der Salzgehalt über Jahre. Dies kann zum Austrocknen der Bäume, bzw. zum Verstopfen ihrer Wasserkanäle führen.Das selbe Problem besteht bei jeglichen Pflanzen, welche in Berührung mit salzbelasteten Wasser kommen.

Das Salz gerät außerdem ins Grundwasser und somit in unser Trinkwasser, was zu sehr hohen Reinigungskosten führt.

Auch Haus- und Wildtieren schadet das Salz. Es führt zu Entzündungen an den Pfoten, welche im Winter ohnehin sehr empfindlich durch Schnee und Streusand sind. Wenn die Tiere ihr Pfoten durch lecken reinigen, gerät das Salz in ihren Verdauungstrakt und sorgt für Krankheiten und Verdauungsprobleme.

Selbst Gebäude sind von der Schädigung durch Salze betroffen, da sie bei Betonbauten und Ziegelsteinen eine Art Zersetzungsprozess anführen. Dies ist besonders bei Baudenkmalen problematisch, da es nach Eindringen in die Bauten nicht mehr entfernt werden kann.

Man sollte im Winter auf Streusand-, Kies- oder Splitt mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ zurückgreifen, da diese umweltfreundlich sind. Beim Schneeschippen sollte außerdem beachtet werden, dass der Schnee nicht zu nah an Bäume und Pflanzen geräumt wird, da er durch Abgase und Salze verschmutzt sein kann und so den Pflanzen schädigt.

Quelle:

  • Umweltbundesamt
  • Bayerisches Landesamt für Umwelt

(Leon)

 

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