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Großer Gartentag 17. April: Blumen für die Keupstraße

Blumen für die Keupstraße

Urbanes Gärtnern ist Stadtverschönerung – der Ort, an dem wir leben, soll mit uns leben, soll bunt sein.
Und so werden wir die unsichtbaren und nichtvorhandenen Grenzen unseres kleinen Gartens mal ein bisschen ausdehnen.
Denn dein Lebensort befindet sich nicht nur in deinen privaten vier Wänden, sondern auch in deiner Straße. Und deinem Viertel. Mitsamt der Menschen, die ihn ihm wohnen.

Wir haben uns am heutigen Gartentag auf die Keupstraße begeben und Baumscheiben und Kübel bepflanzt um unsere Nachbarschaft ein bisschen bunter zu machen.
Es gibt mehr, das diesIMG_1839en Sonntag so besonders machte: Der CARLsGARTEN wurde drei!
Im April 2013 wurden die ersten Samen für den CARLsGARTEN gesät. Das wollen wir feiern.

 

 

 

do-it-yourself-Apotheke

Für unseren Gartentag im März, der unter dem Motto „Heilkräuterbeet“ stand, haben wir ein paar Rezepte rausgesucht und ausprobiert. Und mit einer großen Neuansaat haben wir uns drangemacht, die Hausapotheke in unserem Garten aufzustocken.

                Königskerze (Verbascum thapsiforme)

Zweijährige Heilpflanzen mit leuchtend gelben Blüten, Blüte erst im zweiten Jahr,
winterhart
Voranzucht:  Mai oder Spätsommer
Blüte: Mai-Juli im 2. Jahr

Königskerzen-Sirup
Wirkung: gegen  Halsschmerzen, Husten
Sammeln: Juli, August
Zubereitung: Blüten in Glas schichten, genauso viel Zucker draufgeben und festdrücken. Stehen lassen bis der Zucker glasig wird. Glas langsam im Wasser erwärmen, sodass der Zucker sich verflüssigt. Die Blüten herausnehmen und den Sirup umfüllen.


Ringelblume (caleundula officinalis)
Mehrjährige Heilpflanze mit gelborangenen Blütenköpfen, winterhart
Direktsaat: März bis April
Blüte: Mai bis Oktober

Ringelblumensalbe
Wirkung: wirkt antibakteriell.  Verwendet zur Wundheilung und Hautberuhigung, Hautpflege, Hautreizungen (fördert Durchblutung)
Sammeln: um die Mittagszeit. Ringelblumen haben den höchsten Wirkstoffgehalt mittags
Zutaten: 25 g getrocknete Ringelblüten, 250 ml ätherisches Öl, 25 g Bienenwachs (vom Imker oder Apotheker)
Zubereitung: Blüten in einen Topf geben. Öl hinzugeben und schwach zum Kochen bringen. Langsam erhitzen, damit die Blüten nicht verbrennen. 30 Minuten ziehen lassen. Öl durch ein Tuch oder Kaffeefilter absieben und auspressen. Das abgesiebte Öl wieder in einen Topf geben und das Bienenwachs dazugeben und im warmen Öl unter Rühren vollständig schmelzen, evtl. Herdplatte nochmal erhitzen.
Flüssige Salbe in einen Tiegel abfüllen. Erst nach dem vollständigen Abkühlen den Deckel schließen, damit das Kondenswasser nicht in die Salbe tropft.

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Einwecken für Jung und Alt

Für den Sud                                                                                                                                                 1,5 l Weißweinessig (ca 5%)
1,5 l Wasser
1 handvoll Senfkörner
1 handvoll Lorbeerblätter
1 paar Wachholderbeeren
1 handvoll bunte Pfefferkörner
ein paar Zweige Thymian
ein paar Zweige Bohnenkraut
ein paar Knoblauchzehen, geschält
Meersalz
Zucker

Während der Sud köchelte, desinfizierten wir die Gläser in heißem Wasser in einem großen Topf und befüllten sie nach geschmacklichen Vorlieben und inspirierenden Farbkombinationen mit dem vorgeschittenem Gemüse. Wie haben alle Reste aus dem garten verwendet, Harlekin Möhren, Chilis, Zwiebeln, Gewürze, 1 Paprika, Kürbis und Rettich waren noch da (Ganze bzw. große Stücke mit der Gabel einstechen, damit der Sud besser in das Gemüse einziehen kann).
Gut gefüllt mit dem Essigsud wurden die Gläser verschlossen und wiederum im Wasserbad erhitzt. (Das Wasser nur langsam erhitzen. Je nachdem, wie weich das Einweckgut ist, dauert das Einkochen zwischen 10 und 120 Minuten. Danach die Gläser wiederum nur sehr langsam abkühlen lassen. Man lässt sie noch zehn Minuten im Kochwasser stehen.) Bei diesem Erhitzungs- und Abkühlvorgang entsteht im Glas ein Vakuum, so dass es länger haltbar bleibt. Falls die Lust am Probieren nicht größer ist als der Wunsch, das Gemüse über den Winter zu bringen … (mika)

Probieren geht über Studieren!

Ein Motto, welches im CARLsGARTEN allgegenwärtig ist.

Viele Menschen nutzen den CARLsGARTEN als Ort der Erholung und als Hort der Geborgenheit um vom Alltag abschalten zu können. Um zu picknicken, das Mittagessen zu genießen, mit KollegInnen und FreundInnen die Pause zu verbringen.

Deswegen fühlt euch alle eingeladen zum Naschen, zum Kosten, zum Schmecken.

Ein bisschen farbenfrohe Petersilie aufs Brötchen, ein bisschen grad erst gepflückten Thymian oder Schnittlauch mit in den Salat oder peppt eure Pizza mit feuriger Chili oder saftigem Rucola auf – alles frisch aus dem Garten.

Der Garten ist zum Ausprobieren da – deswegen habt keine Hemmungen euch geschmacklich und gedanklich auszutoben. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Doch beachtet bitte – der CARLsGARTEN ist für alle da und soll für alle da sein. Wir bemühen uns um einen nachhaltigen Aufbau dieses Gartens als Lebenstreffpunkt und auch um eine nachhaltige Bewirtschaftung zu einem möglichst autarken Ökosystem. Deswegen bitten wir euch, nur zu nehmen, was ihr wirklich braucht und kontinuierlich zu geben, was ihr könnt.

Jeder ist stets eingeladen mit uns zu säen, zu jäten und zu ernten.

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(sina)

Die CARLsGARTENpizza

Zutaten für 6 kleine Pizzen:                         

Für den Teig:                                                                     Für den Belag:
500 g Mehl                                                                          400 g Schmand
20 g frische Hefe                                                                400 g Ziegenkäse oder Schafskäse
1 gehäufter TL Salz                                                            Kartoffeln
320 ml lauwarmes Wasser                                              Honig
2 El Olivenöl                                                                       Salz, Pfeffer

Die Pizza kann je nach Saison und nach Eigenanbau variieren. Packt euch drauf, was der Garten hergibt und fangt an, immer neue kulinarische Pizzakreationen zu entwickeln!

Wir haben unsere Gartenpizza in einem KUGELGRILL gebacken, was überraschend gut funktioniert hat. Auf einem normalen Grill klappt das ganze leider nicht so gut, da die Pizza von oben und unten viel Hitze braucht.

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Zubereitung

  1. Mehl, Hefe, Salz und Öl gut vermischen und langsam das Wasser hinzugeben. Das ganze so lange Kneten bis der Teig nicht mehr klebt. Den Teig zu einer Kugel formen und mit Mehl bestäuben. Die Teigkugel in eine große Schüssel geben und mit einem Tuch abdecken. An einem warmen Platz mindestens zwei Stunden ruhen lassen.
  2. Aus der Teigkugel 6 glatte, gleichgroße Kugeln formen und noch einmal 15 Minuten ruhen lassen.
  3. Auf einer mit Mehl bestäubten Fläche die erste Teigkugel dünn ausrollen. Solltet ihr die Pizza in einem Kugelgrill backen wollen, empfehlen wir euch den ausgerollten Teig auf eine zurechtgeschnittene und etwas eingeölte  Aluminumschale zu legen. Backpapier brennt in einem Grill sehr schnell an.

Jetzt kommt es auf eure Laune an! Im Folgenden erklären wir, was wir auf unsere Gartenpizza gepackt haben, aber das ist nur eine Möglichkeit von vielen.

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4. Den leicht gewürzten Schmand auf den Pizzaboden streichen. Die Pizza mit sehr dünnen             Schreiben von Kartoffeln und mit Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten und Chillies belegen.       Darüber Schafskäse zerbröseln. Mit den gehakten Blätter von Thymian, Rosmarin und                  Petersilie nach belieben würzen. Mit ein wenig Honig süßen.

IMG_1078Die Pizza auf die Aluschale legen und ab auf den Grill damit! Deckel drauf und regelmäßig gucken, wie knusprig die Pizza schon ist – wie lange die Pizza gebacken werden muss, hängt von der Hitze im Grill ab.

 

 

 

(sina)