Unsere Endlossuppe

Eschi Fiege (eine Wiener Köchin) war am 16.10.2016 zum dritten mal zu gast bei uns im CARLsGARTEN, um mit unseren Gästen und uns eine „Endlossuppe“ zu kochen. Die „Endlossuppe“ ist ein Koch-Experiment, bei dem eine Gemüsesuppe über einen möglichstendlossuppe1flyer langen Zeitraum unter Zugabe immer neuer Gemüse-Zutaten immer wieder aufs Neue auf-, und weitergekocht wird. Gemeinsam wurde geerntet, geschnippelt, gekocht und gegessen. Einen Rest haben wir aufgehoben und in kleine „Suppenkinder“ aufgeteilt, welche die Grundlage für die folgenden Suppen bieten. Wie unser Suppenexperiment verläuft könnt ihr HIER sehen…

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do-it-yourself-Apotheke

Für unseren Gartentag im März, der unter dem Motto „Heilkräuterbeet“ stand, haben wir ein paar Rezepte rausgesucht und ausprobiert. Und mit einer großen Neuansaat haben wir uns drangemacht, die Hausapotheke in unserem Garten aufzustocken.

                Königskerze (Verbascum thapsiforme)

Zweijährige Heilpflanzen mit leuchtend gelben Blüten, Blüte erst im zweiten Jahr,
winterhart
Voranzucht:  Mai oder Spätsommer
Blüte: Mai-Juli im 2. Jahr

Königskerzen-Sirup
Wirkung: gegen  Halsschmerzen, Husten
Sammeln: Juli, August
Zubereitung: Blüten in Glas schichten, genauso viel Zucker draufgeben und festdrücken. Stehen lassen bis der Zucker glasig wird. Glas langsam im Wasser erwärmen, sodass der Zucker sich verflüssigt. Die Blüten herausnehmen und den Sirup umfüllen.


Ringelblume (caleundula officinalis)
Mehrjährige Heilpflanze mit gelborangenen Blütenköpfen, winterhart
Direktsaat: März bis April
Blüte: Mai bis Oktober

Ringelblumensalbe
Wirkung: wirkt antibakteriell.  Verwendet zur Wundheilung und Hautberuhigung, Hautpflege, Hautreizungen (fördert Durchblutung)
Sammeln: um die Mittagszeit. Ringelblumen haben den höchsten Wirkstoffgehalt mittags
Zutaten: 25 g getrocknete Ringelblüten, 250 ml ätherisches Öl, 25 g Bienenwachs (vom Imker oder Apotheker)
Zubereitung: Blüten in einen Topf geben. Öl hinzugeben und schwach zum Kochen bringen. Langsam erhitzen, damit die Blüten nicht verbrennen. 30 Minuten ziehen lassen. Öl durch ein Tuch oder Kaffeefilter absieben und auspressen. Das abgesiebte Öl wieder in einen Topf geben und das Bienenwachs dazugeben und im warmen Öl unter Rühren vollständig schmelzen, evtl. Herdplatte nochmal erhitzen.
Flüssige Salbe in einen Tiegel abfüllen. Erst nach dem vollständigen Abkühlen den Deckel schließen, damit das Kondenswasser nicht in die Salbe tropft.

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Einwecken für Jung und Alt

Für den Sud                                                                                                                                                 1,5 l Weißweinessig (ca 5%)
1,5 l Wasser
1 handvoll Senfkörner
1 handvoll Lorbeerblätter
1 paar Wachholderbeeren
1 handvoll bunte Pfefferkörner
ein paar Zweige Thymian
ein paar Zweige Bohnenkraut
ein paar Knoblauchzehen, geschält
Meersalz
Zucker

Während der Sud köchelte, desinfizierten wir die Gläser in heißem Wasser in einem großen Topf und befüllten sie nach geschmacklichen Vorlieben und inspirierenden Farbkombinationen mit dem vorgeschittenem Gemüse. Wie haben alle Reste aus dem garten verwendet, Harlekin Möhren, Chilis, Zwiebeln, Gewürze, 1 Paprika, Kürbis und Rettich waren noch da (Ganze bzw. große Stücke mit der Gabel einstechen, damit der Sud besser in das Gemüse einziehen kann).
Gut gefüllt mit dem Essigsud wurden die Gläser verschlossen und wiederum im Wasserbad erhitzt. (Das Wasser nur langsam erhitzen. Je nachdem, wie weich das Einweckgut ist, dauert das Einkochen zwischen 10 und 120 Minuten. Danach die Gläser wiederum nur sehr langsam abkühlen lassen. Man lässt sie noch zehn Minuten im Kochwasser stehen.) Bei diesem Erhitzungs- und Abkühlvorgang entsteht im Glas ein Vakuum, so dass es länger haltbar bleibt. Falls die Lust am Probieren nicht größer ist als der Wunsch, das Gemüse über den Winter zu bringen … (mika)

Probieren geht über Studieren!

Ein Motto, welches im CARLsGARTEN allgegenwärtig ist.

Viele Menschen nutzen den CARLsGARTEN als Ort der Erholung und als Hort der Geborgenheit um vom Alltag abschalten zu können. Um zu picknicken, das Mittagessen zu genießen, mit KollegInnen und FreundInnen die Pause zu verbringen.

Deswegen fühlt euch alle eingeladen zum Naschen, zum Kosten, zum Schmecken.

Ein bisschen farbenfrohe Petersilie aufs Brötchen, ein bisschen grad erst gepflückten Thymian oder Schnittlauch mit in den Salat oder peppt eure Pizza mit feuriger Chili oder saftigem Rucola auf – alles frisch aus dem Garten.

Der Garten ist zum Ausprobieren da – deswegen habt keine Hemmungen euch geschmacklich und gedanklich auszutoben. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Doch beachtet bitte – der CARLsGARTEN ist für alle da und soll für alle da sein. Wir bemühen uns um einen nachhaltigen Aufbau dieses Gartens als Lebenstreffpunkt und auch um eine nachhaltige Bewirtschaftung zu einem möglichst autarken Ökosystem. Deswegen bitten wir euch, nur zu nehmen, was ihr wirklich braucht und kontinuierlich zu geben, was ihr könnt.

Jeder ist stets eingeladen mit uns zu säen, zu jäten und zu ernten.

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(sina)