FILMcLUB

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FILMcLUB November 2016

FILMcLUB x KFFK!  Im November setzTen wir unsere Reihe zum Thema Filmberufe fort: Die Kuratorin und ehemalige Festivalleiterin Christine Bernau zeigt zusammen mit dem Festivalleiter des Kurzfilmfestivals Köln Johannes Duncker eine Auswahl von Kurzfilmen aus dem Programm des KFFK (Kurzfilmfestival Köln).

Vom 16. – 20. November 2016 fand die 10. Ausgabe des Kurzfilmfestivals Köln statt. Aus über 700 Einreichungen präsentiert das Festivalteam jährlich ca. 35 Arbeiten im Deutschen Wettbewerb und kuratiert darüber hinaus zahlreiche Sonderveranstaltungen mit diversen Themenschwerpunkten – alles Kurzfilm, alles auf Tuchfühlung mit den Grenzen der Kreativität und ihrer Überschreitung. Vom beobachtenden Dokumentarfilm über die expressionistische Animation zum experimentellen Portrait, vom subversiv-aktivistischen Musikvideo über die dokufiktionale Geschichte bis zum klassischen Spielfilm – die Auswahl belegt Jahr für Jahr die unendliche Bandbreite filmischen Erzählens. Im FILMcLUB haben wir im November einen Ausblick auf die anstehende Ausgabe des Festivals gezeigt.

KFFK: Als dauerhaftes Forum für den unabhängigen Kurzfilm in Köln verfolgt das Festival aktuelle Tendenzen des ästhetischen und narrativen Schaffens junger Talente sowie freier Filmemacher und versteht sich als Präsentations- und Diskussionsplattform für junge wie etablierte Filmemacher, ein debattierfreudiges Publikum und Branchenvertreter.

Im Anschluss an die Vorstellung fand ein Publikumsgespräch mit Christine Bernau und Johannes Duncker statt. Wir sprachen mit ihnen über die Arbeit im Festivalbetrieb, das Kuratieren aber auch über Kurzfilme an sich. Danke allen, die dabei waren!

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Webseite: www.kffk.com

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FILMcLUB 6. Oktober 2016

Im Oktober setzen wir unsere Reihe zum Thema Filmberufe fort: Der Kameramann Stefan Neuberger zeigt MEANWHILE IN MAMELODI von Benjamin Kahlmeyer.

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Extension 11 – ein Viertel im Township Mamelodi in Südafrika. Hier lebt die Familie Mtsweni. Vater Steven steckt seine ganze Energie in den kleinen Kiosk mitten im Township um seinen Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen. Tochter Moskito kämpft sich durch die Wirrungen der Pubertät und träumt von einer Karriere als Fußball-Profi oder Paläontologin. Ob die bevorstehende Fußball-WM im eigenen Land Einfluss auf den familiären Alltag haben wird? Ein Familienportrait über zwei südafrikanische Generationen, deren Träume, Enttäuschungen und Realitäten.

Neben zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen und einer äußert erfolgreichen Festivalauswertung, wurde Stefan Neuberger 2012 u.a. für den Deutschen Kamerapreis nominiert.

„Without pathos or whitewashing, Kahlmeyer showcases the Mtsweni family and their future goals, impressively adding layers to an irresistible portrait (…) DOP Stefan Neuberger knows just when to move the camera and why, and delivers stunning compositions.“ (Jay Weissberg, Variety)

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Publikumsgespräch mit Stefan Neuberger statt. Wir werden mit ihm über die Arbeit an MEANWHILE IN MAMELODI und über den Beruf des Kameramanns sprechen.

Beginn 20:00 | Eintritt frei

MEANWHILE IN MAMELODI  | Deutschland | 2011 | 75min | Regie: Benjamin Kahlmeyer | Produktion: Boris Frank | Kamera: Stefan Neuberger | Schnitt: Benjamin Entrup | Ton: Jonathan Schorr


FILMcLUB im Mai:

PORTRAITS DEUTSCHER ALKOHOLIKER von Carolin Schmitz

Im Mai setzen wir unsere Reihe zum Thema Filmberufe fort: Der Cutter Stefan Oliveira-Pita zeigt PORTRAITS DEUTSCHER ALKOHOLIKER von Carolin Schmitz.

PORTRAITS DEUTSCHER ALKOHOLIKER erkundet die Lebensgeschichten und Überlebensstrategien von Menschen, die versuchen, trotz und mit ihrer Sucht den Alltag zu meistern, sei es die Hausfrau oder Mutter, der Beamte oder Anwalt. Die Geschichten, die von den Protagonisten erzählt werden, widersetzen, kreuzen oder vereinigen sich mit den Bildern, die zu sehen sind. Bilder einer vermeintlich intakten Gesellschaft: Häuser in Siedlungen, Büros, Fabriken, Landstrassen, Wohnungen, Bahnhöfe, Krankenhäuser. Der Film gibt so den Blick auf eine Wirklichkeit frei die weit über die persönlichen Schicksale hinaus weist.

„Portraits deutscher Alkoholiker’ bricht mit dem Bild der Alkis als Randgruppe. Anstatt Alkoholismus als Phänomen außerhalb der Gesellschaft zu positionieren dringt er hier tief in die nationale Substanz.“ (www.critic.de)

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Publikumsgespräch mit Stefan Oliveira-Pita statt. Wir werden mit ihm über die Arbeit an PORTRAITS DEUTSCHER ALKOHOLIKER und über den Beruf des Cutters sprechen.


12. Mai | Beginn 20:00 | Eintritt frei

PORTRAITS DEUTSCHER ALKOHOLIKER  | Deutschland | 2010 | 79min | Regie & Buch: Carolin Schmitz | Produktion: Tom Schreiber | Kamera: Olaf Hirschberg | Schnitt: Stefan Oliveira-Pita

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FILMcLUB 07.04.2016

Der Regisseur Didi Danquart war zu Gast und zeigte seinen Film OFFSET.

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Bukarest 2005. Der deutsche Ingenieur Stefan kommt nach Rumänien, um eine neue Offsetmaschine in der Druckerei von Iorga einzurichten. Dort lernt er die Dolmetscherin Brindusa kennen und verliebt sich in sie. Zwischen den beiden läuft alles bestens, wollen sie doch in Bukarest heiraten und dann in Deutschland leben. Stefans Eltern und seine Schwester kommen nach Bukarest, um an der Hochzeit teilzunehmen. Was Stefan nicht weiß, ist, dass Brindusa eine längere Beziehung mit Iorga hatte. Dieser will die Hochzeit mit allen Mitteln verhindernOffset. Also beginnt er Stefans Arbeit zu sabotieren. Bei einem Essen kriegen sich dann auch noch Stefans Eltern mit Brindusas Vater in die Wolle. Ein kulturell bedingtes Missgeschick folgt auf das nächste, und Brindusa ist nicht einmal zu Hause, um dolmetschen zu können, weil sie sich gerade mit Iorga auseinandersetzt. Am nächsten Vormittag, auf dem Standesamt, stellt Iorga die Braut vor eine existenzielle Entscheidung …

 


FILMcLUB im März

WESTEN von Christian Schwochow

Im März setzten wir unsere Reihe zum Thema Filmberufe fort: Der Szenenbildner Tim Pannen zeigte WESTEN von Christian Schwochow.

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Der „Westen“ fängt für Nelly und ihren neunjährigen Sohn Alexej im Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde an. Trist ist es dort, viele bürokratische Hürden müssen überwunden, viele Fragen der Westdeutschen und Alliierten beantwortet werden. Und die aus der DDR ausgereisten Ostdeutschen misstrauen sich alle gegenseitig – die Stasi ist ihnen nachgereist, heißt es. Doch Nelly ist voller Zuversicht. Mit ihrem Sohn will sie die Vergangenheit so schnell wie möglich hinter sich lassen. Die Trauer und das Rätseln über das plötzliche Verschwinden von Alexejs Vater holen Nelly in ihrem neuen Leben jedoch auf tragische Weise ein.

Neben verschiedenen nationalen und internationalen Preisen wurde Jördis Triebel 2014 beim Deutschen Filmpreis mit der Lola für die beste weibliche Hauptrolle ausgezeichnet. „Die großartige Jördis Triebel gibt ihr die stille Stärke einer Frau, die sich von niemandem vereinnahmen lassen will, die ihre innere Unabhängigkeit schon längst vor der Übersiedlung erlangt hatte. So wird der kluge Film auch zu einer Meditation darüber, was Freiheit – der gerade in diesem Jahr so strapazierte Begriff – eigentlich bedeuten könnte.“ (Berliner Zeitung)

BERLINALE 2016

Die 66. Internationale Filmfestspiele fanden vom 11. bis zum 22. Februar 2016 wieder in Berlin statt. Mit dabei Hochkarätige Filmemacher und Prominente wie Meryl Streep, Clive Owen – und ja, auch der FILMcLUB CARLsGARTEN war auf der Suche nach neuem Stoff dabei!

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FILMcLUB 07.01.2016

Zeit der Kannibalen von Johannes Naber

Öllers und Niederländer haben alles im Griff. Seit sechs Jahren touren die erfolgreichen Unternehmensberater durch die dreckigsten Länder der Welt, um den Profithunger ihrer Kunden zu stillen. Ihr Ziel scheint nah: endlich in den Firmenolymp aufsteigen, endlich Partner werden! Als sie erfahren, dass ihr Teamkollege Hellinger den ersehnten Karriereschritt gemacht hat, liegen die Nerven blank. Dass Hellinger sich kurz darauf aus dem Bürofenster stürzt, hilft ihnen auch nicht weiter. Ausgerechnet die junge, ehrgeizige Bianca rückt für ihn nach. Öllers und Niederländer sind genervt, Sarkasmus macht sich breit, Neurosen brechen aus. Der Kampf um das Überleben in der Company geht an die Substanz – die Zeit der Kannibalen bricht an.

Andrea Hanke im FCIm Anschluss an die Vorstellung fand ein Publikumsgespräch mit Andrea Hanke statt. Wir haben mit ihr über die Arbeit an dem Film, aber auch über den Beruf der Redakteurin gesprochen.

 

 

 

 


 

FILMcLUB 03.12.2015

DIE EINSAMKEIT DES KILLERS VOR DEM SCHUSS von Florian Mischa Böder

Die Einsamkeit2Koralnik hat einen Traumjob: Auftragskiller im Auftrag der EU. Alles wäre perfekt, wenn er nicht seit acht Jahren auf seinen ersten Auftrag warten würde. Frustriert und bored-out will er endlich einmal loslegen dürfen. Als dem Profikiller in der Sinnkrise eines Tages die quirlige Rosa ins Auto fährt, entschließt er sich kurzerhand, die Tristesse seine Alltags zu unterbrechen und Rosa auf ein Gläschen Wein einzuladen. Doch genau an diesem Abend wird er für seinen ersten Job aktiviert. So begibt sich Koralnik – nicht mehr ganz nüchtern und mit Rosa im Schlepptau – auf eine absurd-komische Odyssee, bei der alles schief geht, was schief gehen kann.

Zu Gast war Produzent Andreas Brauer.


FILMcLUB  05.11.2015

GEGENÜBER  ein Film von Jan Bonny

Im Leben von Streifenpolizist Georg scheint öberflächlich alles glatt zu laufen: auf der Arbeit von den Kollegen geschätzt und beneidet, vorallem um seine Ehe mit der attraktiven Grundschullehrerin Anne, die Kinder sind aus dem Haus um zu studieren und in Mamas Fußstapfen zu treten.

12208497_860298457421306_8535413092836476172_nDoch die glückliche Fassade bekommt allmählich Risse und die Spannungen dringen nach außen: Annes verzweifelter Kampf um Anerkennung, Georgs Bemühen, es allen recht zu machen, die Hilflosigkeit der erwachsenen Kinder — und die Spuren körperlicher Gewalt, die sich kaum noch verbergen lassen …

Zu Gast war Drehbuchautorin Christina Ebelt.

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        FILMcLUB 18. Juni 2015

Am 18. Juni fand in der GROTTE des Schauspiel Köln
„Die Lange Nacht der grottigen Kurzfilme“ statt.

14. JUNI 2015Durch den Abend führte der langjährige Schliengensief-Gefährte und Jurist, Schauspieler und Kritiker Dietrich Kuhlbrodt. Um Mitternacht hat er die drei »besten« oder auch »grottigsten« Filme mit einem Preis ausgezeichnet. Von beeindruckend über lustig, dramatisch, rührend, aufwühlend … bis Kopfschütteln war alles dabei! Eine hervorragend lange Nacht.

Preis für den grottigsten Kurzfilm: BAUGRUBE DAS ERDBEERMONSTER von Patrick Hanisch

Preis für politisches Engagement: ACAB von Jule Körperich

Preis für das größte Herz: KROKODILE OHNE SATTEL von Britta Wandaogo

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FILMcLUB 10. Juni 2015

Zu Gast ist der Autor und Regisseur Oskar Roehler und liest zusammen mit Melanie Kretschmann aus seinem neuen Roman „MEIN LEBEN ALS AFFENARSCH“.Foto 2

Berlin in den 80er Jahren. Graue Hinterhöfe, Kohlgeruch, alte Nazis, neue Bürokraten. Aber auch Größenwahnsinnige am Theater, Exzesse in Kreuzberger Clubruinen, Konzerte wie Alpträume von Maschinenmenschen, Nächte, die nicht enden. Mitten in diesem eingemauerten Flecken Freiheit Robert. Den mageren Körper in einen bodenlangen Wehrmachtsmantel gehüllt, einen Tornister voller Bücher auf dem Rücken, durchmisst er in endlosen Gewaltmärschen die Straßen, angetrieben von Wut und nervöser Energie taucht er ein in den Wahnsinn einer Stadt im Klammergriff von Ost und West. Mit heftigen, unwiderstehlich rhythmisierten Sätzen und in unvergesslichen Bildern erzählt Oskar Roehler vom Berliner Underground.

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FILMcLUB 7. Mai 2015

 Zu Gast ist diesmal der Regisseur Benjamin Kahlmeyer und zeigt seinen hochaktuellen Film „DIE UNSICHTBAREN“.

Wer sich in Deutschland als Asylsuchender zu erkennen gibt, wird zunächst in einer „Zentralen Erstaufnahmestelle“ untergebracht. Wasim aus Syrien, Mathew aus Kenia und Gedeon aus Kamerun sind an diesem unwirklichem Ort in der absoluten Peripherie gestrandet. Der Film begleitet die drei Männer auf dem Weg durch die Mühlen des Erfassens, Prüfens und Entscheidens. Eine Momentaufnahme über ein Leben in der Warteschleife, zwischen Hoffen und Bangen. Aber vor allem auch ein Blick auf einen Prozess der meist im verborgenen abläuft und im Zuge dessen die persönlichen Schicksale und Empfindungen der Protagonisten auf das starre Regelwerk der deutschen Asylpolitik treffen.

“Vor dem Hintergrund der globalen Flüchtlingsthematik und in „einer Zeit, in der tausende von 12. MAI 2015Menschen unter dem Banner der Volksbewegung „PEGIDA“ und seiner Ableger auf die Straßen der Bundesrepublik stürmen, um (…) latente Konstrukte wie Ausländerfeindlichkeit und Abstiegsangst lautstark zu thematisieren, könnte Benjamin Kahlmeyers Dokumentation (…) gar nicht pünktlicher erscheinen. Mit einer geerdeten Inszenierung raubt das Werk einer emotional geführten Debatte über Flüchtlinge jegliches Sprengpotenzial und konzentriert sich auf die Probleme, die tatsächlich auch solche sind.“ (Max Fischer)

Kritik: http://www.wirsindmovies.com/filmfestival-max-ophuels-preis-die-unsichtbaren-2015-review/


FILMcLUB am 9. April 2015

Im April zeigt Samuel Perriard seinen Film „Schwarzer Panther“.

Nach dem Tod der Eltern will Emilie das Ferienhaus in den Schweizer Alpen verkaufen. Zur Abwicklung kommt auch ihr Bruder Jakob zu Besuch. Nachdem Emilies Freund abgereist ist, brechen zwischen den Geschwistern alte Konflikte und Gefühle wieder auf. Gemeinsam streifen sie durch die Berge, schlafen im Unterholz und teilen Erinnerungen und Ansichten über die verstorbenen Eltern. Vor der opulenten Kulisse der Schweizer Alpen wachsen auch die sexuellen Spannungen zwischen den beiden und wiederwillig lassen sie ihr größtes Geheimnis noch einmal aufleben…

„Samuel Perriards Spielfilmdebüt verbleibt somit als Ode an die Schönheit des Verbotenen, in der die visuelle Intensität von Landschaft und Figuren das eigentliche Thema des Films romantisch überformt und eine Liebe, die nicht sein darf, schließlich irgendwo zwischen den Bergen verschwindet.“ (Alina Impe)

Kritik: http://www.kino-zeit.de/filme/schwarzer-panther


FILMcCLUB am 5. März 2015

Im März zeigt Sabine Herpich ihren Film „NEUKÖLLN AKTIV“.

Neukölln-Aktiv ist eine einjährige Maßnahme für junge Männer, die ohne Schulabschluss und ohne Aussicht auf einen Ausbildungsplatz außerhalb der Arbeitsgesellschaft stehen. Die Teilnehmer sollen Schlüsselkompetenzen wie Zuverlässigkeit, Selbstverantwortung und Selbstreflexion erlernen und für den Einstieg in die Berufswelt fit gemacht werden. Außerdem können sie ihren Hauptschulabschluss nachholen. Der Film beobachtet Mitarbeiter und Teilnehmer über einen Zeitraum von drei Monaten. Er erzählt von gelingenden Ansätzen und leeren Ritualen, von Disziplinierung und sozialpädagogischen Interventionen, die weit über den gesteckten Rahmen hinaus gehen.

10. MÄRZ 2015„Der Film ist auch deshalb episch, weil wir nicht durch Dramatisierung einfache Lösungsmöglichkeiten für langwierige Probleme andeuten wollen. Die ständig aufeinander prallenden Interessens- und Auffassungsunterschiede in einem Mikrokosmos voller innerer und äußerer Widerstände machen (…) fast jede Szene zum kleinen Drama, in dem das Erwachsenwerden, die Angemessenheit von Erziehungsmethoden und der Umgang der Gesellschaft mit ihrer Außenseite verhandelt werden.“ (Sabine Herpich & Gregor Stadlober)

Kritik: http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ct&dig=2013%2F01%2F10%2Fa0222


 

FILMcLUB am 5. Februar 2015

Im Februar zeigen Robin Humboldt und Laurentia Genske ihren Film „AM KÖLNBERG“.

1974 wurde am Kölner Stadtrand eine aus neun Hochhäusern bestehende Siedlung auf den9. FEBRUAR 2015 platten Acker gebaut. Aufgrund ihrer massiven Silhouette wird sie im Volksmund gerne „Kölnberg“ genannt. 2013 lebten dort über 4000 Menschen aus 60 Nationen. Die Filmemacher Robin Humboldt und Laurentia Genske erarbeiteten sich geduldig und über einen langen Zeitraum einen Weg hinter die sozialen Typologien, reißerischen Schlagzeilen und Statistiken. Sie begleiten vier Menschen denen der Kölnberg eine Heimat ist und versuchen sich an einer respektvoll-teilnehmenden Begegnung mit ihren Protagonisten, die in ihrer jeweiligen „Normalität“ so außergewöhnlich wie unterschiedlich sind.

„Der Zuschauer lernt Menschen in einer Lebenssituation kennen, die ihnen wenig Chancen lässt. Aber der Film reduziert sie nicht auf diese Chancenlosigkeit. Er wendet sich ihnen vielmehr auf eine Weise zu, die nicht nur ihre Einsamkeit und ihr drohendes Scheitern ins Bild setzt, sondern auch ihren humorvollen Lebenstrotz.“ (DOK Leipzig)


 

FILMcLUB am 8. Januar 2015

Im Januar zeigen der Cutter Henk Drees und der Produzent Erik Winker ihren Film „WORK HARD PLAY HARD“.

Non-territoriale Office Spaces, multimobile Knowledge-Worker, Blackberries und Miles&More – ein Roadmovie über die Arbeitswelten von morgen. Der Film unternimmt eine Reise durch die postindutriellen Werkstätten der Wissens- und Dienstleistungsarbeit. Hier ist die Arbeit frei, es gibt weder Stempeluhren noch Anwesenheitspflicht – und die Ressource Mensch rückt in den Mittelpunkt. Der Film heftet sich an die Fersen einer High-Tech-Arbeiterschaft, die hochmobil und leidenschaftlich ihre Arbeit zum Leben macht.

„Zum Fürchten ist die schöne neue Arbeitswelt, die (…) in „Work Hard Play Hard“ so kühl wie klug darlegt wird.“ (Süddeutsche Zeitung)

Kritik: http://www.sueddeutsche.de/kultur/work-hard-play-hard-im-kino-fuer-immer-im-flow-1.1331286


 

FILMcLUB am 4. Dezember 2014

Im Dezember zeigt Stefan Butzmühlen seinen Film „SLEEPLESS KNIGHTS“.

7. DEZEMBER 2014Wie jeden Sommer besucht Carlos seine Familie in der Extremadura. Diesmal wird er länger bleiben, denn in Madrid gibt es keine Arbeit mehr. Außerdem braucht sein Vater dringend Hilfe mit der Schafherde. Dann lernt Carlos den jungen Polizisten Juan kennen und die beiden verlieben sich ineinander. Daraus entwickelt sich eine Beziehung zwischen Landflucht und Jugendarbeitslosigkeit, verkrusteten Ritualen und nationaler Krise in einer Landschaft, die nicht von dieser Welt zu sein scheint. Ein formal außergewöhnlicher Film der gekonnt  inszenierte mit dokumentarischen Sequenzen mischt und in wunderbaren Bildern eine moderne europäische Liebesgeschichte erzählt.

„Ich habe gute Filme auf dem Festival von San Sebastian gesehen, aber keinen so gewagt und kühn wie dieser, so jung und energisch trotz seines ruhigen und stillen Charakters.“ (La Vanguardia)

Kritik: http://www.taz.de/!109181/


 

FILMcLUB am 6. November 2014

Am 6. November zeigt Thomas Moritz Helm seinen Film „MEIN VATER UND DIE FLEDERMAUS“.

Zwei Geschichten erzählt der Film: von einem Theater und Opern-Regisseur, der sich vom 6. NOVEMBER 2014Bühnenleben auf das (französische) Land zurückgezogen hat, dort eigenhändig ein Haus renoviert, und nun für eine Inszenierung der Fledermaus nach Hamburg kommt. Und die Geschichte eines lange fernen Vaters und eines Sohnes, der Fragen hat. Es ist eine vorsichtige Annäherung über Umwege, zwei Erwachsene, zwei Regisseure, die sich durch ihre Arbeit erfahren. In geduldiger Nähe beobachtet der Sohn das Leben, dessen Versprechungen zu groß waren, um den Vater bei der Familie zu halten. Ein liebe- und humorvolles Bild einer Vater-Sohn Beziehung und eine ungeschönte Innenansicht von der Arbeit an einer deutschen Bühne.


 

FILMcLUB am  2. Oktober 2014

Im Oktober zeigt Jöns Jönsson seinen preisgekrönten Film „LAMENTO“ – als Vorpremiere – eine Woche vor dem offiziellen deutschen Kinostart im Filmclub im Carlsgarten.5. OKTOBER 2014

Magdalena hat eine existenzielle Krise zu bewältigen: Ihre Tochter Sara hat vor einiger Zeit Selbstmord begangen. Die Trauer sitzt tief und will nicht vergehen. Doch wie sehr das Ereignis sie auch erschüttert hat, im Alltag “funktioniert“ Magdalena reibungslos. Erst als Saras ehemaliger Freund zu Besuch kommt, bahnt sich die Trauer einen Weg durch Verleugnung, Sprachlosigkeit und Schuldgefühle.

“Ein stiller, rätselhafter und sehr berührender Film über die Lügen und Geheimnisse, in die sich eine Mutter nach dem unfassbaren Verlust ihres Kindes einzuspinnen versucht. Filmisch  ausgereift, mit kluger Bild- und Lichtgestaltung, leisen Tönen und sehr ungewöhnlichen Schauspielern beeindruckt “Lamento” vor allem durch eine erzählerische Reife, in der Intensität aus Einfachheit entsteht.” (Firststeps Award)


 

FILMcLUB am 4. September 2014

Britta Wandaogo zeigt „NICHTS FÜR DIE EWIGKEIT“.

„Eine Reise in die eigene familiäre Vergangenheit und in eine andere Zeit. Eine Geschwisterliebe, die ihre Höhen und Tiefen durchläuft. Die Sucht übernimmt dabei die Führungsrolle. Die Schwester filmt den Bruder. Schutz und Festhalten.“ (Duisburger Filmwoche)

“Meine erste Videokamera 1993. Dirk und ich sitzen im Bett und filmen uns gegenseitig. Ich sage zu ihm: „Ich bin jetzt 27 Jahre alt und total fertig, aber vorher bringe ich meinen kleinen Bruder noch auf HOCH!“ Was auch immer damals mein Vorhaben war, ab dieser Zeit habe ich unzählige Situationen mit uns gemeinsam gefilmt, unser Leben “zwischendurch“ mit der Kamera festzuhalten war Schutz und Erinnerung zugleich. … Dirk starb, unsere Familie brach auseinander – doch Dirk war meine Familie! Mit ihm verband mich eine Nähe, ein Humor, der vielleicht nur zwischen Bruder und Schwester existieren kann. Seine Heroinsucht war eine Begleiterscheinung mit der wir beide leben mussten – immer getragen von dem Gedanken, dass er da irgendwie rauskommt. Im Sommer 2010 begann ich einige Kisten mit Kassetten zu öffnen, Rohmaterial und kleine private Szenen – die ich mir nie zuvor angesehen hatte. Alles wurde wieder lebendig.“ (Britta Wandaogo)


 

FILMcLUB  Juni 2014

Zu Gast ist diesmal der Filmemacher RP Kahl. Wir zeigen seinen neuen Film „ELSBETH MASCHKE IN CRASHLAND“ und weitere Filmarbeiten zum Themenkomplex ‚Identität – Heimat – Frauen‘.

Im Filmessay ELSBETH MASCHKE IN CRASHLAND zeigt Kahl sehr persönliche Ergebnisse eine Forschungsreise. Ort der Recherche sind die Braunkohleabbaugebiete in der Lausitz bei Berlin. Auch Kahls Großmutter Elsbeth Maschke lebte dort fast ein Jahrhundert lang. Sie hat die wechselvolle Geschichte dieser Gegend hautnah miterlebt. So verbinden sich ihre Erinnerungen an den 2. Weltkrieg, der 1945 an der östlichen Grenze Deutschlands besonders heftig zurückkehrte, mit der Zerstörung der Heimat, des eigenen Elternhauses, das aufgrund des Braunkohleabbaus in den 90er Jahren abgerissen werden musste. Ein essayistischer Bericht über Heimat, Identität und Frauen im Kontext ihrer Zeit.


 

FILMcLUB  Mai 2014

Wir zeigen „EIN WOCHENENDE IN DEUTSCHLAND“ und „DER UNFERTIGE“ von Jan Soldat.

“Das Problem von meinen Filmen ist, dass ich gegen ein rationales Verständnis arbeite. In der Abstraktion und Überspitzung ist für mich vieles darstellbar. Ich muss mich seit Jahren rechtfertigen und das verstehe ich nicht. Wenn jemand eine Komödie macht, muss er sich auch nicht rechtfertigen. Wenn zum Beispiel der Körper verletzt wird, ist das einfach ein krasses Bild – und wenn bei David Cronenberg ein Kopf explodiert, ist das eben auch eine psychologische Metapher. Auf der Ebene muss man das reflektieren – man kann nicht fragen, warum der Kopf explodiert, sondern was bedeutet das.“ (Jan Soldat)

Interview: http://fragmentfilm.de/5681/die-verschleierung-von-sex-in-spielfilmen-nervt


 

FILMcLUB  April 2014

Wir zeigen den Film „SCHÖNHEIT“ der Regisseurin Carolin Schmitz.

Eine Automobilkauffrau, die Karriere machen möchte, eine alleinstehende Bankangestellte, 1. APRIL 2014die eine Schuhsammlung besitzt und mit ihren Katzen lebt. Eine Mutter, die Gründerin eines Internetforums ist, das sich mit ästhetischen Operationen befasst. Eine Frau, die Probleme mit ihrem Übergewicht hatte und ein Friedhofsgärtner, der sein Leben bis ins Endliche vorgeplant hat. Menschen aus der deutschen Mittelschicht. Auf den ersten Blick scheint an den Protagonisten in SCHÖNHEIT nichts ungewöhnlich zu sein, allerdings haben sie alle etwas vermeintlich Außergewöhnliches gemeinsam – eine Schönheitsoperation.

„Ohne Zweifel ist „Schönheit“ von Carolin Schmitz in formal-ästhetischer Hinsicht einer der bemerkenswertesten deutschen Dokumentarfilme der letzten Zeit. Ähnlich ihrem Debütfilm „Portraits deutscher Alkoholiker“ kommt dem Raum dabei eine besondere Rolle zu. In tableau-vivant-artigen, bis in jedes Accessoire durchgeformten Einstellungen, die ähnlich den Kulissen des Theaters kein Außerhalb zulassen und durch ihr Inventar oftmals eine klinische Atmosphäre der Ordnung und Sauberkeit ausstrahlen, zeigt die Regisseurin Personen, in deren Leben Schönheitsoperationen einen zentralen Stellenwert besitzen.“ (Ricardo Brunn) 

Kritik: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/557244/Wer-schoen-sein-will-muss